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The Man Who Knew Too Much It’s fun watching the two stabs Hitchcock took at this story almost back to back, seeing the development of his style and technical proficiency, as well as the parts of storytelling that work in neither story. There is an interesting remark on the DVD of the producer of the remake being told by Hitchcock to watch the original Lorre vehicle, to see if that could be remade. The producer made some remarks about Hitchcocks development since then, which apparently hurt the man’s pride – odd, since the earlier work is so obviously flawed. When interviewed by Truffaut much later, he himself made the talented amateur / professional comparison between the two version’s directors, but in the early fifties he obviously still didn’t have the necessary distance from his earlier work. Maybe that’s why he only went half the distance in fixing the flaws, leaving the quite unconvincing spy splot of assassinating a politician in a public auditorium, and the cartoonish police.

In the Mood for Love The romantic mood and intimate, at times claustrophobic, cinematography, of this compelling masterpiece pull you in closely, and make you experience the melancholy mood and longing of the main characters first hand, for an almost dizzyingly intense experience. The end left me scratching my head a bit, with especially the disconnected footage of De Gaulle suggesting that I maybe missed a whole level of allegory to the plot, but then again, maybe not. It matters little either way.
There are many great things about this film, but what sticks out most of all is what little in terms of plot and dialogue Kar Wai needs to develop deep characters, and the complex emotional mood of confined desires expressed in every single, beautifully shot frame.

Thursday, May 25th, 2006

This Digital Age

Thomas Starr King I used the infamous and controversial Google Books for the first time yesterday, finding several obscure references to Stereophotography. Most of them were rather mundane mentions, but one talked about a stereophotography guide from 1859, when the new art wasn’t quite dry behind the ears yet, written by a famous (I found) Californian unitarian Minister named Thomas Starr King. Fascinating as it was, locating the guide itself proved impossible, so I went back to the original quote on Google Books. It didn’t mention anything else, but the quote from the guide had a footnote associated, presumably providing some reference. Or rather, it was an endnote on an entirely different page. Getting a specific page from Google Books is a bit of an ordeal, since the copyright zealots only allow the 2 pages surrounding the search results to be accessible, so I had to work my way up two pages at a time, until I found – that Google had made an error in scanning the pages containing the endnotes. The one I needed was missing.

I then located the source book on the UCB campus here, walked up to the shelf, found it missing, squeezed the information out of the catalogue that the book was on reserve in a different library, and found, after physically going there, that the staff there couldn’t locate it, either. Something to do with the semester having just ended. Seems that while the golden age of digital search has arrived, we can just hope the age of digital finding will follow on its heels soon.

Thursday, May 25th, 2006

Grand March Fußo

Vorurteile sind angenehme Zeitgenossen. Als ich zum ersten Mal in Kanada landete, wunderte ich mich sehr, dass Toronto nicht wie der erwartete Hochhausdschungel, sondern eher wie eine Waldlandschaft mit vereinzelten Häusern erschien. Und auf der Umzugsreise in die USA war unser Erstaunen gross, nicht schon beim Grenzübergang, spätestens aber im ersten Motel von durchgedrehten Unterhemdträgern oder wildgewordenen Negern ausgeraubt und zu Hamburgerfleisch verarbeitet worden zu sein.

Mittlerweile bin ich natürlich erfahrener, und weiss zum Beispiel, dass nicht dem Fussgänger von Autos Gefahr droht, sondern vielmehr hinter jeder Ecke ein CJ lauert, der armen Autobesitzern das Vehikel unter, natürlich dicken, Hintern wegjackt und dazu weisebricht, Welcome to America, I need this, Do you really want to die for a car, erzähl mir nichts, kenn ich alles. Yeah, it’s heat, fool, what you gonna do now?

Auch hier in Florida ist es heat, fool, aber von der bleifreien Sorte, aus der grossen Himmelskanone, und genau wie im wirklichen Leben von Grand Theft Auto: San Andreas, so droht auch hier im surrealen Südstaat dem Fußgänger aus dem Auto keine Gefahr. Vielmehr fragt der Autofahrer umgekehrt ja im Augenblick mich, den waidwunden Fußlahmen, ob er mich zur Konferenz mitnehmen könne oder sogar solle. Der Teenager auf dem Beifahrersitz guckt derweil interessiert aus dem Gerät heraus. Ich kenne den Herrn zwar nicht, erinnere mich aber, ihn bei Kinko’s in der Nebenschlange stehen gesehen zu haben, und auch von früheren Konferenzen her ist mir das Gesicht bekannt. So also soll meine trotzige Selbstkasteiung vereitelt werden, mit der ich exemplarisch die ganze Herzlosigkeit der modernen Gesellschaft vorzuführen im Schilde führte? Nimmermehr! Aufs Fahrrad zeigend, ziehe ich also die Schultern oberwärts und schüttle das Haupt. Schweisstropfen taumeln perlend wie die Patronenhülsen im Matrixfilm.

That’ll fit in the trunk, sagt der Herr am Steuer. Vermaledeit! Verflixt noch eins! Verjuxt und Zugehupt, Vorurteil ade! Zum Glück erahne ich aber den deutschen Akzent, noch ist also nicht Weltuntergang im Vorurteilspalast, und ohnehin muss ich ja, so schnippelt sich hier unerwartet doch noch eine rationale Zutat in die kopfinnen kochende Denksuppe, erstmal die Wunden versorgen. Und zum Dritten besteht ja immerhin die Möglichkeit, dass Chris nicht nur erreicht wurde, sondern auch schon auf dem Wege hierher ist, und womöglich Schlimmstes annähme, fände er mich nicht vor. Allerschlimmstes! Ich kann also ablehnen, artig danken zusehen, wie sich das Samariterauto in einer Hitzewallung auflöst wie die Rationalität einer Mittvier… also, nein. Man soll nicht jeden infamen Scheiss, der einem in der Sommerhitze so einfällt, auch noch hinschreiben. Nun wirklich nicht.

Durch den Samariterdienst empfindlich in meinem Leidempfinden gestört, hopple ich weiter, das heisst, hoppeln kann man das gar nicht nennen, es ist mehr ein Schnappgang, langsam und gewichtig links, dann ein winziges Schrittchen rechts, ein Rotationskörper in Unwucht, denn der Fuss meldet jetzt doch vernehmliches Unwohlsein über die üblichen Kanäle. Walgreens ist unterdessen erreicht, und lockt klimatisiert und randvoll mit leckeren Medikamenten auf der anderen Strassenseite. Drei der vier Übergänge an der Kreuzung haben eine Fußgängerampel, einer nicht, was nicht nur die von Floridanern sicherlich zu recht gefürchteten Rentnerkreiswanderverkehrsblockaden unmöglich macht, sondern auch als retardierendes Moment meinen Spaziergang noch ein wenig verlängert, ehe dann

Wednesday, May 24th, 2006

Korea Comes Out on Top

Neuroscience Trends I’m not sure what it all means, if anything, but plugging Neuroscience into Google’s newest toy, Google Trends, reveals a downward trend of Neuroscience related searches in recent years, an upward trend in Neuroscience news items, and Korea to be the top nation in the world when it comes to searching for Neuroscience. Within the US, Washington suburb Bethesda leads the field, searching about four times as much as runner-up Baltimore. What does it all mean? Here’s the answer.

Tuesday, May 23rd, 2006

Momentane Unzurechnungsfähigkeit

Körperliche Gebresten – das hat die Natur so in uns hineinprogrammieren lassen, mit Bleistift auf alte Servietten probehalber als Algorithmus entworfen und dann der Biologie in einer zerfledderten Aufsichtsmappe auf den Schreibtisch geknallt, hier, so geht Primat, bis Montag will ich das implementiert, aber fehlerfrei, zackzack; Biologie stöhnt, ists aber andererseits gewohnt, und tatsächlich wird vom folgenden Montag an Gewebeschaden mit dem Selbstwertgefühl verschraubt sein, kein Backwards Engineering kriegt das wieder weg – machen stets, dass man sich fühlt, als verdiene mans. Ein bisschen vielleicht nur, und nicht bewusst, aber immer hängt an der beschädigten Karosserie der Gedanke, auch mit dem Motor stimme womöglich was nicht. Kurz und gut: mir, humpelnd auf dem glühenden Parkplatz vor Kinko’s, geht’s nicht gold. Und die Natur, blind nur auf den Vorteil im Durchschnitt bedacht, ist schuld. Sowie natürlich schuld auch ist das Rad, das radikal verlotterte Miststück sondergleichen.

Nun aber ist das Primatenbetriebssystem ein umfangreiches Konvolut, und zahlreiche Unterprogramme kommen sich permanent in die Quere, eine komplett unbrauchbare Drecksmetapher übrigens das Ganze, alles quasi hat sich hier verschworen gegen mich, vom Molekül bis rauf zur Metapher, aber unbestritten wird jetzt aus dem Gefühl, am zerbremsten Fuss selbst qua Inferiorität schuld zu sein, flugs ein turmgleich aufragender Trotzberg. Euch zeig ichs, Sonne! Unhöfliche Kinkowachtel mit Vorstadtdauerwelle! Herzloser Mitforscher, der mich in der Einöde ohne Fortbewegungsmöglichkeit zurückliess! Rad auch, skrupellos dolchstossendes, du heimtückische Wollmilchsau! Ich werd Euch! Allesamt!

Und zwar war ich Minuten zuvor an einem der hier überall wie unschöne Pilzgerichte aus dem zubetonierten Sumpf gewachsenen Walgreens Drogeriemärkte vorbeigeradelt, noch gar nichts Böses ahnend, weil ja das Rad noch nicht usw. usf., und dahin zurück würde ich jetzt mich schleppen, ganz aus eigener Kraft den Tamiami Trail entlang, durch den brennend heissen Wüstensand, koste es, was es wolle, um dort selbst meine Wunden zu versorgen und zu desinfizieren, denen gegenüber die feindliche Welt so fühllos etc pp. Heute führe ich diesen trotzigen und auch ein wenig idiotischen Impuls auf den Schock und die ungute Hitze zurück, damals aber, im Krieg, schien mir das der einzige Ausweg aus der Lage. Und also humpelte ich los, die Posterrolle (leer) auf dem Rücken und das Rad (platt) an der Seite. Oder vielmehr humpelte ich gar nicht, sondern eiertanzte nun von Grasinsel zu Grasinsel, zwischendurch über flüssiges Magma auf dem linken, schwarzgegerbtem Fuss hüpfend. Der rechte begann nun allmählich auch zart ein ernstlich Schmerzliedlein zu flöten, und erste Überlegungen hinsichtlich des Zustandes seines Knochenwerks kamen mir auf. Derweil das Blechding, die Lawine, sich teilnahmslos an mir vorbeiwälzte. Oder beziehungsweise nun plötzlich nur noch sanft daherrollte und durchs Beifahrerfenster zu mir her einige Worte rief.

manwhoknew.jpg Let me start by saying that we didn’t actually deliberately rent this. Rather, we inherited a box with four VHS tapes of Hitchcock classics, three of which I had never heard of. The fourth was indeed a classic, so we watched that. I should have been suspicious at the distinct snapping sound I heard when the movie was out of its box – the marketing trap had sprung.
As it turns out, this is the movie that was done too often. This movie, apparently later labeled by Hitchcock himself as “made by a talented amateur”, may have secured Hitchcocks career and enabled him to redo it 22 years later, but it looks and feels like a talented amateur made it. The script is jumpy and incoherent, the direction nonexistent for large stretches, and the acting ludicrous for the most part. There are, however, a few saving graces: the sequence leading up to the nonfatal shot in Royal Albert Hall betrays the fledgling master, Peter Lorre is fascinating to watch, and movie history buffs will like the clash of silent expressionist techniques and modern talkie plot, left obvious, because some talented amateur was unable to resolve it.

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Tuesday, May 23rd, 2006

Vier Etappen

Die Grauhaarige kommt nach ein paar Minuten wieder, entschuldigt sich bei mir und dem dicken Mann, einem Xerox-Wartetechniker, für ihre mangelnde Organisation, und überlässt mir dann Stuhl und Telefon. Erstes Etappenziel.
Nun habe ich aber keinerlei Telefonnummer zur Hand. Die einzige Verbindung zu einer Welt, in der ich keine bluttropfende Schmutzschleuder sondern ein leidender Freund bin, sind die Verwalter des Ferienhauses, in denen das Berkeleykonferenzkontingent quartiert. Erster Anruf also: 411, Auskunft. Man gebe mir Florida Vacation Connection, sage ich. Versteh ich nicht, sagt der Computer am anderen Ende. Hinter mir regt sich eine dicke Frau in Kinko-Uniform. Immerhin keine kinky Uniform, nachträglich bedacht. Florida Vacation Connection sage ich etwas lauter, und etwas mehr rührt sich die dicke Frau. Ich verbinde mit dem Menschen, schnarrt der Computer. Die Leitung verstummt. Die dicke Frau geht woanders hin, Papier sortieren. Der Mensch findet die Firma und schaltet mich durch. Zweites Etappenziel.
Ich hatte einen Unfall, erkläre ich der Angestellten der Hausverwalter, und muss Freunde erreichen, die in einem ihrer Häuser wohnen, 244 North Adams Drive, ob sie wohl die Telefonnummer des Hauses rausrücken könne. Sie kann nicht, wer ich sei, wo ich wohne, was das solle. Kurz wallt Panik, dann aber fällt mir ein, dass Carmel das Haus buchte, und ihr Name wirkt Wunder. Zack, hab ich die Nummer. Drittes Etappenziel.
Hinter mir nun wieder rührt sich die dicke Frau. Sie brauche, mault sie grob, das Telefon. Ich würde gerne glauben, mich verhört zu haben, aber tatsächlich sind ihr zwei Minuten Telefonblockade durch einen praktisch Halbtoten schon zuviel des guten Willens. Ich staune und grimme ein wenig, aber mehr nach Innen, für nach Aussen fehlt mir die Energie. Ich rufe das Haus an, es ist auch tatsächlich jemand da, aber kein Auto. Ja, sagt Ahna, sie rufe dann Chris an, wo sie mich denn erreichen könne, um den Erfolg durchzusagen. Es scharrt der Kinkodrachen. Nirgendwo, sage ich niedergeschlagen, man will mich hier nicht haben. Sie wisse, sagt Ahna, natürlich nicht, ob sie überhaupt jemanden erreiche. Ja, sage ich. Lege, und stehe auf. Nieder setzt sich instantan der Drache. Grusslos gehe ich nach draussen. Viertes Etappenziel.
Nun also stehe ich in der Betonwüste, mein treues Fahrzeug zerschmettert an meiner wunden Seite. Oder vielmehr: mein treulos niederträchtiges Radluder, die schon allzu dumme Sau. Ein Münztelefon gibt es hier, natürlich, keins. Man trägt Händi. Es brennt infam die Sonne, und trocknet in den Wunden Blut, Gestein und Mikroben zur unschönen Kruste. So gehts nun aber nicht, denke ich bei mir, und fasse einen Entschluss.

Tuesday, May 23rd, 2006

Sparks – Hello, Young Lovers (2)

sparks-helloyounglovers.jpg If you liked the quirky humour of the lyrics of Sparks last album, Lil’ Beethoven, and the bombast of their musical arrangements, you’ll probably also love their newest bundle, though you might not find enough songs markedly distinct from the previous work for comfort, that the spirit behind something like “As I sit Down to Play the Organ at the Notre Dame Cathedral” is indistinguishable from that coming up with “How Do You Get to Carnegie Hall”, and might even claim that this is but an exercise in preparing something according to tried recipe, and thus not as delighful as Lil’ Beethoven was. And maybe I’d agree, but it’s still a damn good album. And that Cathedral song rocks. Or pipes, or whatever. Halleluja, I got faith.

Tuesday, May 23rd, 2006

Harry G. Frankfurt – On Bullshit (1)

bullshit.jpg Sometimes one opens a book, or reads a first line, and immediately it’s clear that the thoughts and concepts that went into the work were sorely missing from the world, yet nobody had realized it before. Such is the case with this gem of philosophical reasoning. An essay on the essence of bullshit, and an attempt to explain its apparently increasing dominance of today’s communication, this work should be the basis for a much more thorough study of the phenomenon. The exhilarating delight and sheer fun of reading a serious deliberation on the issue must not distract from the fact that this is not satire, nor is it humorous, except insofar as it is a surprising and complex study of a phenomenon commonly thought to be not worthy of such study. To be sure, this combination of surprise and incongruency of means and perceived complexity of the subject are what makes the first reading such a pleasure, and look superficially like a satire of moral philosophy. But to stop at that level would be to mistake the work for its subject, and to miss the chance to develop the tools to attack the toxic prevalence of bullshit in all the public spheres of communication.