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Es gibt in der generativen Grammatik des Tanzes der organischen Materie eine steinalte Phrase, in der zwei der Tänzer sich erst zu nahe kommen, um anschliessend sichtbar und fühlbar verändert wieder auseinanderzugehen. Im vororganischen Zeitalter wurde diese Phrase für die expandierenden Ringe genutzt, die ein Stein verursachte, stürzte er unter Donnern und Blitzen vom Berg ins Meer. Nach Ankunft des Lebens nutzte die Evolution das Muster dann erst für gegenseitiges Anrempeln und Aufessen, später dann auch für die Bildung mikrobiologischer Wohngemeinschaften (Chloroplasten! Mitochondrien! Ratatouille!) und den rückwirkend von uns Sex genannten Vorgang der Chromosomenmischung. Genau genommen führt sogar jede Begegnung zwischen zwei Organismen zu irgendwelchen Folgen, meist zu Unfug, aber dennoch hören natürlich die Organismen nicht auf, einander zu begegnen. Es ist ein sogenannter Trieb.
In diesem speziellen Falle haben das Streifenweibchenjagen und die Unaussprechlichkeiten, die dem gefolgt sein müssen, und die ihre Unaussprechlichkeit ihrer Unbeobachtetheit verdanken, das Fischweib zur Eiablage verführt. So muss es wohl gewesen sein, aber weil die Natur ein grausamer Koch ist, oder vielmehr ein fühlloser Trampel oder mit nochmal anderen Worten eine blinde Ansammlung aufeinander einteufelnder Moleküle, haben die Fische sich umgehend an den Verzehr des unerwarteten Frühstücks gemacht, und vom sicher erklecklichen Eiklecks sind nur noch ein Schleimfaden und ein kleines Eibällchen anklagend vom Schlossturm gehisst, als mir die Malaise zum ersten Mal auffällt. Betroffen gucke ich kurz woanders hin, und schwupp, sind auch die letzten Reste noch vertilgt. Die Evolution frisst ihre Kinder. Ist Quatsch, klingt aber gut.
Das Eifrühstück nun ist natürlich einerseits eines grausame Wahrheit, oder ein ernüchternder Einblick in die Seelen meiner Freunde, wenn sie denn wirklich meine Freunde sind, und nicht vielmehr nur eine Handvoll Fische, andererseits ist es aber gut so, denn aus den Eiern hätten ja leicht ein paar Dutzend neue Fische schlüpfen können, denen man dann wiederum frisch geschlüpfte Urzeitkrebse zum Frass hätte vorwerfen müssen, weil anderweitig in die Mikrofischmäuler nichts reinpasst, und dann wäre irgendwann das Verhältnis von Fisch zu Wasser restlos umgekippt. Kleine Wasserblasen wären dann endlich ziellos durch einen soliden Fischblock gedriftet, unter einer roten, kraftlosen Sonne; ein Universum am Ende seiner Kräfte.
Nein, nein. Ist schon besser so.

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