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Immerhin ein Gutes hatte die Mordeskapade, der böse Ausflug ins Killertal der Tränen, denn nun habe ich es quasi verbrieft und besiegelt, dass der Fischbrut nach anderer Nahrung dürstet. Oder hungert. Flocken, wiewohl ja in deren irreführend papierner Trockenheit auch Schrimpe und Fische verarbeitet schlafend liegen, sind dem Pack nicht mehr gut genug.
Und was tut der verantwortungsvolle Fischeigner, wenn dem Pack das Bedürfnis keimt? Er geht zum Fisch-Fascho. Der sich aber wiederum feig in seinen Katakomben verbirgt und den Rastaneger voranschickt, mich abzufertigen. Vielleicht ist ihm doch noch ein schlechtes Gewissen gewachsen, der Geisterschrimpe wegen, und er brächte es nicht übers Herz, mir unverwandt ins Auge zu blicken.
Und kaum habe ich nun meine Frage nach Zufutter ausgesprochen, schon geht der Rastamann zum Kühlschrankgebirge, hackt es flinken Fingers auf, und zieht eine Blisterpackung voll roter Würfel raus. Blutwürmer, sagt er, seien das, besser als die Tubifexe, die mir mein schizophrener Freund empfohlen habe, wer das überhaupt sei, und warum ich ihm nach all den Enttäuschungen noch traue. Dies letzte freilich ist eine Bemerkung, die sich nur in meinem Kopf entfaltet und hier auf dem Papier, nicht aber im Fischfascholaden selber.
Misstrauisch beäuge ich die nach Hause verbrachten Blutwürfel dann. einen Zentimeter lang sind sie wohl, zweidrittel breit und hoch, und also immerhin vier neuntel Kubick. Ein ganzer Würfel scheint mir ein bisschen viel Blut für sieben kleine Fische, Blutdurst hin oder her, und ich nehme also das Gemüsemesser zur Hand und schneide den eisigen, dunkelroten Würfel rasch in zwei Stücke, als C. nicht hinsieht. Blutwurmflecken bilden sich auf der Unterlage, hier muss am Verfahren noch optimiert werden.
Den gewonnenen Halbwürfel Blutwurm gebe ich sodann, einem aus dem Stand herbeiimprovisierten Kochrezept folgend, in einen Eierbecher, träufle aus dem Wasserhahn etwas laue Brühe drauf, halt, zu schnell, also öffne ich den Hahn im Wahn noch weiter, und betrachte staunend, wie der nun erstarkte Strahl den Blutwürfel über die Arbeitsfläche katapultiert. Oho.
Zum Glück ist der Wurmsalat ja weitgehend eisig gefroren und also rasch fast vollzählig wieder eingesammelt, der Eierbecher noch wasservoll steht schon bereit, und nach kurzer Auftauphase kann die Wurmware, wumm, ins Becken gekippt werden, wo die Welse dann durcheinanderwuseln, des Gewimmels habhaft zu werden.
Eine Erfolgsstory des Fischbekochens, zweifellos. Die verstreuten Würmer in der Küche aber fängt das Küchenpapier, zweilagig gesteppt. Alles tiptop.

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