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That’s a folding bike. Euphorisch kommt das Geräusch aus dem Dreitagebart, und dann dreht er sich auch schon wieder um. Erst halte ich es für den süssen Rausch einer Weltverstehensillusion, aber eine hohe Anzugsglatze neben mir lässt ein langgezogenes und schwer zweifelndes Hmmm fahren, und hat ja recht: man sieht in andere Menschen nicht hinein und soll keine eiligen Urteile über ihre Räusche fällen. (Nebenbei: wenn im Wald ein Urteil fällt, und keiner hörts, ist dann überhaupt jemand da?)

Wirklich war es gar nicht Weltverständnis, sondern Erfindergeist, der den Bart beglückte. Jetzt dreht er sich nämlich nochmal um, die innere Blaupause ist fertiggekritzelt, und entwickelt in schnellen, präzisen Formulierungen die Vorstellungen eines Fahrradrahmens gefüllt mit Wasser, mit einem kleinen Trinkschlauch und unter Strom gesetzt, wohl um das Rosten zu verhindern. Das sei perfekt, gerade auch für Radrennen. Und dreht sich wieder weg. Eine tolle Idee, will ich den Bart schon loben, da macht es von links hinter mir wiederum “Hmmm”. Recht hat Glatze, schon wieder. Das ist doch Quatsch, wer fährt denn Rennen mit einem Klappfahrrad?

Ein drittes Mal wendet sich nun der Bart. I just had this idea, right now, right here, when I was looking at your bike, ein Geistesblitz, ein Geniestreich, und ich habe das warm rieselnde Gefühl, dabeigewesen zu sein, als Fahrradgeschichte geschrieben wurde. Hmmm, macht auch Glatze noch einmal, als der Zug schon einrollt, und fasst sich dann ein Herz und fängt doch noch zu sprechen an. This bike, sagt er und macht ein dramatisches Sprechpäuschen. I bet the Japanese didn’t make it. No, antworte ich schlagfertig. The British did.

Glatze nickt zufrieden, der Zug hält, wo er immer hält, und öffnet eine Wagentür direkt vor unserer Dreiergruppe. Glatze aber eilt einen Wagen nach rechts, Bart einen nach links, und ich gehe, ein wenig verwirrt, geradeaus, die kleine Konferenz abrupt beendet. Es wird schon alles seinen Sinn haben, vielleicht.

Wenn man übrigens unter den Sitzen der Nahverkehrszüge kleine Bier- oder Whiskyfässchen installierte, und Schläuche durchs Haltegestänge führte, man könnte sich zufriedenstellend zuballern auf dem Weg vom einen lausigen Ort an den anderen, zum Beispiel auf dem Weg von A nach B, und alles wäre ein bisschen besser, subjektiv jedenfalls. Das fiel mir jetzt grade ein, beim Schreiben übers Warten auf dem Bahnsteig. Nur falls dann später wieder die Japaner behaupten wollen, sie seiens gewesen.

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