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Was aber frisst wohl so eine Fischkatze? Braunalge frisst die Fischkatze, soweit ist die Antwort einfach und durch die Fakten bereits gegeben. Wenn ich Fischkatze sage, meine ich übrigens natürlich Otto. Was aber frisst sie sonst?
Das Studium der Anatomie der Fischkatzen gibt hier wenig Aufschluss und bringt eher neue Sorge in eine ohnehin schon geplagte Situation. Der Bauch des Tieres ist eine kleine weissliche Kugel, prall gespannt von den Braunalgenexzessen, aber, so sagt der Schizo, das muss so sein. Otto frisst permanent derartig erkleckliche Mengen organischer Materie in sich hinein, dass der Bauch stets stramm gespannt im Licht blinken muss, andernfalls droht Fischkatzenskorbut und der Hungertod.
Die Mundwerkzeuge, denen man beim Tiger zum Beispiel den mörderischen Impuls ja gleich ansieht, und sich also nicht wundert, wenn die Landkatze die Kiefer um den eigenen Unterlieb schliesst und sich ein Stück abbeisst, in grossen, blutgetränkten Happen, sind beim Otto auch eher rätselhaft. Von langen Reisszähnen oder nadelscharfen, spitzen Dolchen ist da keine Spur zu entdecken. Stattdessen wölbt sich unter dem gesamten Kopf eine lappende Konstruktion aus Riesenlippen auswärts, ein weisslichweicher Sauglippenstutzen, den die Fischkatze unterschiedslos allem überstülpt, dem sie bei ihren Rundgängen im Becken begegnet. Ob sie davon auch einen Nutzen hat, ist nicht zu erkennen, die Kiesel jedenfalls sehen vor und nach der Lippenmassage ganz genau gleich aus.
Mit weichem Organ nährt sich somit die Wasserkatze, und verlangt also wohl nach weicher Nahrung. Knäckebrot zum Beispiel schiede also aus, wenn es sich hier um Landkatzen handelte. Der Aufenthalt der Fischkatze im Wasser aber verkompliziert die Dinge. Knäckebrot würde im Becken einerseits weich, zerfiele aber auch in elementare Knäckepartikel, und taugt also endgültig nicht zur Fütterung. Ein Versuch bestätigt diese theoretische Ableitung dann auch aufs Schönste, oder vielmehr Schleimigste und Widerlichste. Es ist jedenfalls wahr.
Stattdessen sollte es vielleicht Gemüse sein, das die Hungrigen nährt, denn normalerweise leben sie ja immerhin von Algen, dem Gemüse der Tiefsee, oder jedenfalls grünem Zeug, manchmal jedenfalls. Ein Stück Zucchini vielleicht, durch Zerkochen schleimig gemacht, und dann am Beckengrund montiert, erschiene den Katzen hinreichend algenhaft. Gesagt, getan, und schon sinkt der Batzen grundwärts – belagert, betrommelt schon fast von den Barben, denen offenbar alles Futter recht ist. Stundenlang umtanzen die Teufelskarpfen das Gurkenkalb, schieben es hierhin und dahin, und lassen jedenfalls die Ottos nicht ran. Malefitzdreck.

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