Wenn man sich in zahllosen Diskussionen neurophilosophischer Probleme und Problemchen eine Position zu einigen der prominentesten Argumente der Dualisten erarbeitet hat, zu Jacksons farbenblinder Fantasiegestalt Mary zum Beispiel, und spezieller noch das Argument, dass wenn die farbenblinde Mary alles über die Neurowissenschaft des Farbsehens wisse, sie dann ja wohl auch bei der ersten Begegnung mit einem roten Objekt sich erschliessen können müsste, dass das Objekt eben rot ist, und also die Privatheit dieser Qualität in diesem Szenario plausibel bestritten werden kann, wenn man dieses Argument einer Spezialistin des Themas, nach ihrem Bewerbungsvortrag dazu, dargelegt und sich gefreut hat, dass es ihr neu und interessant war, und wenn man dann aber das Buch Neurophilosophie von Patricia Churchland aus dem Jahr 1986 liest, und da steht das ganz genau so drin, dann, also dann, ja, was eigentlich?
Freut man sich, dass man kluge Dinge selbst herausgefunden hat? Ärgert man sich, weil man wegen Unbelesenheit knapp 25 Jahre hinter dem Stand der Debatte her hinkt, oder wundert man sich, dass es der klassischen Philosophie offenbar ganz genauso geht? Antwort: D) All of the above.
