Die Familie von der anderen Strassenseite sitzt auf und um die Stufen unseres Gebäudes, als ich die Haustür öffne. Die beiden Teenager auf der Treppe rücken an den Rand, um mir und meinem Klapprad Platz zu machen, der linke hält einen kleinen Hund an der Leine. Unsicher, wie ich auf die sonderbare Belagerung reagieren soll, murmle ich einen Gruss. Die dicke Familienmutter, die in einem Faltstuhl vor ihren Kindern sitzt, erwidert neidisch “I bet that bike was expensive”, und sagt dann nichts mehr. Schnaufende Staunenslaute kommen von den Sitzenden, als ich in der drückenden, schwülen Hitze das Fahrrad entfalte. Der Bullterrier, den der stehende etwas ältere Mann an der Leine hat, sieht interessiert und freundlich zu. Dieses Tier hat den Mops eines befreundeten Paares, das damals im Haus wohnte, halb zerfleischt, die dicke Mutter sich trotz Gerichtsbescheid um die horrende Tierarztrechnung gedrückt.
“Have a good day”, sage ich, als ich losfahre, der Bullterrier geht zugleich auf mich los. Während ich aus dem Vormittagsschatten, den unser Haus spendet, in die grelle Sonne rolle, höre ich ihn noch ein paar Sekunden lang sich würgend in seine kurz gehaltene Leine legen.
Something to say?
