Der Flachbildschirm auf dem Bahnsteig zeigt einen Mann in einem goldenen Jäckchen. Er steht auf einer schwarzen Scheibe, die sich langsam dreht, im Hintergrund die Basketballkäfige an denen ich bis eben noch erst stand und dann lehnte. Hin und wieder guckt er in die Kamera und schmunzelt dann. Mein Zug kommt lange nicht.
Ein seltsames Gefühl im Magen. Enttäuschung, Schmerz, Wut; auf die Bazillen, auf M., auf mich selbst. Auf den Treppen zum Institut liegt ein totes Vogelbaby, den Kopf flach an den Stein gepresst, die winzigen Rippen stossen durch abgewitterten Flaum und Fleisch. Einen Moment lang verwechsle ich das Tier mit einer Metapher, dann schliesst sich die Tür.
