Beduinen und andere Wüstenwohner lächeln vermutlich milde in ihren Burnus, wenn sie westliche Touristen halbnackt durch das Ökosystem Trockenzone hoppeln sehen, denn sie wissen, dass man sich bei starker Sonneneinstrahlung am besten komplett mit Kleidungsstücken zuhängt und Ziegen erkennen geht (Heirat vorausgesetzt).
Anfang Juli 1946 bekam die putzige Idee, greller Sonne durch das Entblössen von Frauenkörpern zu begegnen, einen ebenso putzigen Namen: Der französische Ingenieur Louis Reard nämlich benannte das zweiteilige Klei-Ding, das er erfunden haben wollte, nach einem Atombombentestversuchsgelände im Südpazifik. Insofern auch Atombomben Menschen verbrennen und Krebs auslösen können, eine durchaus geglückte Namensgebung. Sechzig Jahre später ist heute, und wir Menschen sind zwar nicht klüger, die Bikinis aber schon. Die nagelneuen SmartSwim-Bikins von Solestrom in Kanada können jetzt nämlich die Trägerin digital vor zuviel Ultraviolettbratzel warnen. Man könnte natürlich auch einfach einen Beduinen fragen, aber die verstehen kein Kanadisch und verbrauchen zuviel Strom.
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