Durstig, erfreut
Preiswert rutschen die Shrimps und gut geölt meinen weit aufgesperrten Rachen zerkaut hinab. Die Hummersoße – wohlschmeckend und gut geraten zwar – schafft im Eingeweide einen Durst, den grüner Tee alleine nicht stillen kann. Dem Wunsche nach Wasser begegnet die Kinakellnerin freundlich und aufgeschlossen. Ich also warte. Wenig später baut ihr Kollege dem Neuankömmling einen Tisch schräg vor mir ein gut gefülltes Wasserglas vor die Nase. Der Neuankömmling schaut nicht mal hin. Es handelt sich hier ja auch um eine Verwechslung!
Hurtig huscht die Kinakellnereuse nun wieder an mir und meiner halb erhobenen Hand vorbei. Prüft auf dem Rückweg dann aber doch noch die Wasserlage auf meinem Tisch durch kurzen Blick. Auf kinesisch kriegt nun der fehlende Kellner, der Dackel, sauber eingeschenkt. Schnell, die empörte Kollegin zu beruhigen, füllt der Gescholtene ein neues Glas, trägt es eilig zur Fraunsperson am Tisch direkt vor mir und stellt es sichtlich zufrieden dort ab. Durstig gehe ich anschließend in den zwitschernden Frühling und freue mich.