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Books



Thursday, April 11th, 2002

Funken

Der Schweiß sammelt sich, auf der rechten Schulter hängt lose die Jacke, jederzeit kann sie fallen, links die Tasche. In der rechten Hand halte ich den Zettel mit den Quellenangaben, langsam gehe ich durch die Regalreihen. Jedes Regal fasse ich mit der linken Hand an beim Vorübergehen, jedesmal knistert es leise, wenn zwischen meiner Haut und der des Regals ein Funke schlägt.

Wednesday, April 3rd, 2002

Das Buch

Die Bibliothek ist geformt wie ein Pfau, der Schwanzfedernbusch aus Beton ist sechseckig und voller Bücher, der lange Hals wohl ein Lüftungskamin oder funktionslos. Im Inneren des Sechsecks steckt ein kleineres, durch das die Aufzugsschächte laufen, und an jeder der sechs Seiten gibt es zwei Türen, die in den größeren Sechseckring hinaus führen, wo die Bücher wohnen. Ich nehme dieselbe falsche Tür wie das letztemal, umrunde ungeduldig das halbe Sechseck auf der Suche nach dem richtigen Signaturbereich. Wieder steht das Buch nicht in seiner Abteilung, obwohl der Katalog es hier weiß. Wie das letztemal schon suche ich die Nachbarregale ab und finde nichts. Schon habe ich mich halb abgewandt, als mir etwas einfällt. Ich nehme einen Stoß Bücher aus dem Regal, und hinter den anderen, querstehend, die Seiten aufgeblättert, steht klein und blau das Buch.

Friday, March 22nd, 2002

Fluff

Der Büchersupermarkt hat für Ostern eingedeckt, auf kleinen Tischchen liegen bunte Decken und Berge bunter Bücher, Einheitsbunt. Am Rande des Tisches steht ein Korb mit pelzigen gelben Dingern mit großen Augen und einem Aufkleber, auf dem “hit me” steht oder etwas ähnliches. Ich werfe es zurück in den Korb, aus dem ich es ratlos genommen hatte, und es fängt an, erregt zu pfeifen. Ich nehme den Korb, vielleicht dreißig Fluffdinger sind drin, hebe ihn hoch und lasse ihn aus zehn Zentimeter Höhe auf den Tisch fallen. Unter dreißigstimmigem, buntem Pfeifen gehe ich weiter.