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Movies



Sunday, November 6th, 2005

Steaming Monkeys

Yesterday a neurophysiologist gave a talk here at Berkeley, on their usual subject of the correlation of electrical activity of a neuron in Macaque cortex with some thing or another. While the audience walked in, the speaker had a short movie of a wild Macaque sitting contently in a hot spring with snows all around, probably shot at Jigokudani. The movie’s tranquility and meditative mood seemed strangely at odds with the boring work experimental animals usually have to endure. Maybe the strangely beautiful closing sequence of Aguirre, where Kinski’s mad explorer chases monkeys around a doomed raft would be a better metaphor.

Wednesday, March 29th, 2000

Intermission

Der Film läuft seit zwei Stunden, das Kino ist fast leer. Intermission steht auf der Leinwand, ehe der Vorhang sich senkt. Irritierte Blicke werden ausgetauscht, das Licht geht an. Eine Sammlung von Material über Chomsky war das, und obwohl sie nicht ganz fertig wirkt, stehen die ersten auf und gehen. Minuten vergehen, Grüppchen um Grüppchen steht auf, schließlich folge ich, kaufe mir ein Pepsi und sehe im Programmheft nach. Ohne Hast setze ich mich wieder hin, und sehe, mit der anderen zähen Hälfte, der letzten Stunde von Manufacturing Consent entgegen. Die anderen müssen wohl ungetröstet sein.

Saturday, March 25th, 2000

Herr Tod

Herr Tod startet um neun, Herr Todgucker leider erst um zehn vor. Damit sich beide trotzdem treffen können, das hat Herr Todgucker berechnet, muß er sich eilen. Schnell also läuft er. Wo, fragt er einen Passanten, wird Herr Tod sich zeigen? Die Antwort fällt beunruhigend aus, die Entfernung ist größer als gedacht. Schneller läuft also Herr Todgucker. Der Atem wird ihm knapp, als endlich das Kino am Horizont auftaucht. Er erreicht es um 2 Minuten nach neun, schnappt nach Luft, kauft die Karte und sieht, aus dem Augenwinkel, daß Herr Tod, der armselige Verrückte, erst um viertel nach Neun mit seinem Film beginnt.

Wednesday, March 1st, 2000

In weitem Kino so nah

Der Angestellte ist im Kinokomplex mit sich alleine. AMC 30 heißt der Komplex, wohl weil sich im Durchschnitt nicht mehr als dreißig Besucher jeden Wochentag in der gespenstischen Anlage aus den Augen verlieren. Aber das Management schläft nicht: um den Betrieb anzukurbeln, gibt es nicht nur Dienstags und für nachweisliche Studenten ermäßigten Eintritt, sondern auch Mittwochs kostenloses Popkorn. Mit einwandfreiem DillGurken oder Ranch-Toppingpulver obendrein. Trotzdem ist in den teppichgepolsterten Hallen niemand zu sehen. Schwarz gähnen die Eingänge zu den Sälen. Leider hat jemand aus unserer Gruppe den Popkorngutschein nicht bekommen, reklamieren zwecklos, strengen Sie sich gar nicht erst an. Aber, so die leichtfertige Denke der Geisterkinogäste: statt einem medium popcorn, wie wäre es denn mit zwei smallen? Wegen besserem Teilungsvermögen? Nein, sagt der Kinokomplexangestellte. Das geht nicht. Warum? Weil. Leer sind die Hallen des AMC 30, und genaugenommen hätte es vielleicht sogar AMC 25 heißen müssen an diesem Mittwoch.

Thursday, February 24th, 2000

Bassa Selim Plimplimplim

Die Entführung aus dem Serail ist in vollem Gange, als mir auffällt, woher ich die Stimme Osmins kenne: es ist die deutsche Stimme von Blut-Svente oder Messerjocke selber. Robert Lloyd. Und während ich noch diese Entdeckung verdaue und Curd Jürgens als Bassa Selim höre, entdecke ich ein weiteres Detail, das mir einen kurzen Freudenquieker entlockt. In Pipi in Taka-Tuka Land spielt nicht nur Wolfgang Völz (woran ich mich dunkel erinnere) einen der Seeräuber, sondern auch – Aku-Aku, Kon-Tiki und Taka-Tuka weisen die Richtung – der große Thor Heyerdahl spielt einen. Das sind Querverbindungen, -schläger fast, die euphorisch stimmen. Aku! Aku! Taka-Tuka!