Saturday, June 10th, 2006
Der Pfad durch die dunklen Palmen bog schon vor Minuten vom Fluss ab, in dem wir auf Alligatorsichtungen gelauert hatten, aber nur springende Fische hörten und sahen. In Kopfhöhe sind bunte Bänder an Bäume und Sträucher gebunden, allenthalben raschelt es im trockenen Laub und Unterholz, Gürteltiere vielleicht, oder ein Waschbär. Von fern hört man die Strasse, jenseits der Siedlung, die Cyrus Teed und seine Anhänger 1893 hier anlegten, und die jetzt ein Park ist, dahin wollen wir zurück. Aber der Weg will nicht, wie wir wollen, und mäandert durchs Unterholz. Schließlich, nach einer gefühlten halben Stunde, die Kreuzung mit einem anderen Weg. Rechts lockt der Lärm der Strasse, also gehen wir nach dort, aber schon nach wenigen Metern biegt der Trampelpfad abermals ab, weicht Palmen aus, aus der Luft sähe man sicherlich die Wege dichtgepackt im Dschungel sich winden, wären nicht die Palmen im Weg. Die Taschenlampe wirft einen kleinen Kegel in die Schwärze, grade genug, nicht über ragende Wurzeln zu stolpern oder auf Alligatoren zu treten.
Als die gefühlte Stunde voll ist, münden wir dahin zurück, wo wir den Ausflug begannen, der Fluss liegt still im Mondlicht, ab und an springt ein Fisch. Die Gespenster der Hohlweltschwestern im planetarischen Hof schlafen, ebenso unser Auto, aber ein Druck auf den Knopf weckt es auf, für die Rückfahrt zum Zelt.
Deutsch, History, Miniaturen, Nature | No Comments »