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Unterabschnitte
Die Auffindung von für die Messung der Torsion besonders geeigneten Mustern
stellte sich als schwieriger heraus, als von uns gehofft. Weder ließen sich
Angaben über die Frequenzverteilung geeigneter Muster machen, noch stellt
eine geringe Halbwertsbreite des Maximums der Autokorrelation (HWBM) eine
gute Verwendbarkeit eines Musters sicher. Das zuverlässige Kriterium der
meßbaren Winkelbreite schließlich ist für die Mustersuche im Bild zu
aufwendig zu berechnen.
Um dennoch eine Verbesserung der bislang intuitiv vorgenommenen (und, wie sich bei der
Untersuchung der HWBM gezeigt hat, wenig verläßlichen)
Auswahl zu ermöglichen, könnte allerdings eine Mischung aus HWBM und meßbarer
Winkelbreite zum Einsatz kommen.
Zwar ist eine geringe HWBM kein Garant für eine große meßbare Winkelbreite,
aber die Wahrscheinlichkeit, mit geringer Halbwertsbreite auch ein gutes Muster
vorliegen zu haben, scheint ausreichend hoch, um folgendes Verfahren anwenden
zu können.
5.5.1 Verfahren zur Musterfindung
Die Muster eines in Frage kommenden Irisbereiches werden mittels Autokorrelationsberechnung
und anschließender Bestimmung der HWBM kartiert. Für die n Muster mit der geringsten
HWBM wird anschließend die meßbare Winkelbreite berechnet und das nach diesem Kriterium beste
ausgewählt. Die Zahl n ist dabei so zu wählen, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit
sehr gute Muster in der Auswahl enthalten sind, andererseits jedoch der Aufwand für
die Berechnung der n Gütekurven relativ gering bleibt. Eine Zahl von 10 bis 20 Mustern
scheint aufgrund der gesammelten Daten vernünftig.
Dieses Verfahren bietet zwar keine Garantie, daß das beste Muster im untersuchten Bereich
tatsächlich gefunden wird, aber eine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit, daß das ermittelte
Muster sich gut oder sehr gut zur Messung eignet.
Gibt man dem Anwender zusätzlich die Möglichkeit, das automatisch gefundene Muster
abzulehnen oder neu suchen zu lassen, so sollte dieses Verfahren einen großen Fortschritt
gegenüber einer rein manuellen Auswahl darstellen.
Aber auch bei einer Beschränkung auf manuelle Auswahl ist die Berechnung und Anzeige der meßbaren
Winkelbreite deutlich besserer Anhaltspunkt und Entscheidunshilfe für die Richtigkeit der
Wahl des Musters als es die Autokorrelationsfunktion wäre.
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1999-04-24