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Unterabschnitte
Da mit der meßbaren Winkelbreite bereits ein verläßliches Kriterium für die Musterqualität
zur Hand ist, fällt die Entscheidung über die Relevanz vorgeschlagener
Kriterien recht leicht. Es ist die Beurteilung eines Musters
auf der Basis eines vorgeschlagenen Kriteriums mit der Beurteilung
desselben Muster auf der Basis der meßbaren Winkelbreite zu vergleichen.
Um den Zusammenhang zwischen der Halbwertsbreite des Maximums der Autokorrelationsfunktion
eines Musters (HWBM) und seiner meßbaren Winkelbreite (MWB) zu ermitteln, wurden beide Größen
für sehr viele Muster berechnet und miteinander in Beziehung gesetzt.
Auf zwei Segmenten der Iris, dem einen von -22,5 bis 22,5,
dem anderen von 157,5 bis 202,5,
wurden in Radius-Schritten von 0.25 Pixeln über die gesamte radiale Breite der Iris
Muster ausgelesen, für jedes MWB und HWBM berechnet und beiden
Werte gegeneinander in ein Diagramm eingetragen. Das Ergebnis in Abbildung 4.1
zeigt, daß der Zusammenhang zwischen HWBM und MWB nur schwach ausgeprägt ist. Zwar ist die
Tendenz erkennbar, daß Muster mit großer HWBM sich schlechter für Messungen eignen, aber
bei kleinere HWBM ist lediglich eine Verschiebung der Verteilung hin zu größeren
meßbaren Winkelbreiten zu beobachten. Ein eindeutiger Zusammenhang, der kleine HWBM mit
guter Verwendbarkeit (sprich großer meßbarer Winkelbreite) verknüpft, ließ sich nicht
nachweisen. Wie an den Abbildungen 4.1 und 4.2 jedoch erkennbar,
läßt sich ein abgeschwächter Zusammenhang vermuten. Es ist zumindest hochwahrscheinlich,
daß unter den 10 oder 20 Mustern mit geringster Halbwertsbreite mehrere Muster zu finden
sind, die eine akzeptabel große meßbare Winkelbreite haben. Genaueres hierzu folgt in Abschnitt
5.5.1.
Abbildung:
Die Halbwertsbreite der Autokorrelationsfunktion der
Irismuster mit variablem Radius auf dem Segment von -22,5 bis 22,5 über ihrer meßbaren Winkelbreite.
Die Einheiten ist bei beiden Größen Grad. Die meßbare Winkelbreite wurde aus der Gütekurve mit
einer Fehlerschranke von 0.5 Pixeln berechnet.
![\includegraphics[width=12cm]{Bilder/kritter_l.eps}](img141.gif) |
Abbildung:
Dasselbe wie in Abbildung 4.1, mit Mustern
des Irissegmentes von 167,5 bis 202,5.
![\includegraphics[width=12cm]{Bilder/kritter_r.eps}](img142.gif) |
Noch weniger erfolgreich waren die Versuche, über die Frequenzverteilung
geeigneter Muster zu Aussagen zu gelangen. Die Anwendung digitaler
Butterworth-Filter4.2
auf ein ausgewähltes Muster und die anschließende Bestimmung der meßbaren
Winkelbreite des gefilterten Musters ergab keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen
den Filtergrenzen und der resultierenden meßbaren Winkelbreite.
Weitere Untersuchungen in dieser Richtung wurden wegen der wenig erfolgversprechenden
Ergebnisse nicht durchgeführt.
Auch der Versuch, die Muster nach ihrer meßbaren Winkelbreite zu ordnen, um auf diesem
Wege einen visuellen Eindruck davon zu bekommen, welche Kriterien eine gute Verwendbarkeit des
Musters in der Messung garantieren, führte zu keinem weiteren Ergebnis.
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1999-04-24