), die einen systematischen Fehler bei der
Messung der Augenposition zur Folge hat.
Eine Möglichkeit, die Güte des Meßverfahrens zu verbessern, könnte darin
bestehen, schon bei der Kalibration die später bei der Messung gemachte
Näherung fester Bildweiten zu berücksichtigen,
also schon für die Kalibration konstanten Abstand von den
Pupillenmittelpunkten zur Kameralinse anzunehmen.
Der Algorithmus wird dann zur Berechnung der
statt
des korrekten
die genäherte Form
verwenden und so zu modifizierten Kalibrationsparametern gelangen, die
aber möglicherweise den durch die geometrische Näherung gemachten Fehler
in der Messung minimieren.
Es stellte sich jedoch heraus, daß das modifzierte Verfahren deutlich
schlechtere Werte liefert als das Standardverfahren. Insbesondere liefert
eine Messung mit den modifizierten Kalibrationsparametern für große Winkel
mathematisch unsinnige Ergebnisse, weil das Argument des
größer
als eins wird.
Es zeigt sich auch, daß die oben angegebene Schätzung des Fehlers, der durch die Näherung entsteht, größenordnungsmäßig stimmt. Der tatsächliche Fehler bei einer Augenauslenkung von 20 beträgt absolut 0.42 und damit etwa 2.01% (siehe Abbildung 2.1). Da es sich allerdings hier um einen systematischen und behebbaren Fehler handelt, ist er dennoch nicht akzeptabel.
In Abschnitt 5.2 werden die korrekten Gleichungen und ein Meßalgorithmus angegeben, die ihn beseitigen.
![]() |