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Science Fiction



Wednesday, February 23rd, 2011

dead planet

always sure of life on Mars
reading into lines carved into red face
messages of friendliness and welcome
tracing them, a wavering pen,
the intelligence that made them
flooding, mimesis, through me,
gladly constructed
the capsule
that would
take me
there

and
bang
oh
how
it
flew

now, amid the sands
water’s distant memory a noise in the wind
life but shadows cast by Phobos and Deimos
slowly dry to become sand, become wind,
pondering the mistake
wondering who made it
and wondering why

wandering sands
digging fresh canals
scratching red death
fading like those
whose long abandoned craft
litter the sand
about mine

Tuesday, September 7th, 2010

Fanboy

He is one of the Clueless, an ancient family of mysteriously inept entities that think they rule the multiverse. When his sister Futility goes missing during her summer project to square the circles of hell, the distraught Fanboy assembles an imaginary team of his greatest heroes, and leads this Fellowship on the quest to try and save Futility from, like, whatever.

Fanboy starts the quest in a bar, planning to make friends and thus collect information about Futility. Things seem to be going comparatively well, until Fanboy’s younger twin brothers Fart and Fondle show up unexpectedly, and the evening quickly deteriorates.

The following morning, when Fanboy wakes up in an unfamiliar apartment clearly belonging to a female, he knows he really is in trouble. Then strange noises are coming from the kitchen.

And so it begins.

Saturday, August 7th, 2010

Cheap Dreams

Inception blatantly invites comparisons. The zero-g simulation and the center room of the dream heist evoke the mystery of 2001, the cityscape of Limbo wants to look like Brazil, and the gimmicky plot screams “this is what Matrix 2 and 3 should have been like”. Failed ambition.

If I were in want of stunning visuals lacking in emotional and logical depth, Avatar would be a much better fit than this and do the job much more nicely and honestly, without leaving the tinny taste of being taken for a sucker in the mouth. For all its technical glory, Inception makes almost no sense as story or metaphor, and it’s sad to imagine the movie this could have been, in the hands of a writer/director taking the mind seriously. Diving down into somebodies subconscious ought to be unsettling and intense, but instead there is just stuff being blown up and secret agents shooting blanks: mind as submachine gun. Yawn.

Additionally, the only way Inception can keep you from falling through the cracks in the plot is by keeping everything in frenzied motion. But once the action stops, everything crumbles. The crumbling is pretty to look at, no doubt, but what remains in the end is still only technorubble.

Monday, April 19th, 2010

Phänomenologie des Geisteskranken (2)

II. Tag. Aussen.

Bei Licht betrachtet ist was man im Dunkeln so treibt und schreibt ja meist ein geblümter Unsinn mit Schleife. Das macht einerseits nix, so weit es um Gefühltes geht, weil: Gefühltes braucht keinen Sinn; Gefühltes schmeckt auch so. Aber vom Gedachten hätte man mehr erwartet. Wahrscheinlich ist überhaupt das der Fehler.

Tractatus sozio-logicus:

1 Alle Welt will gefallen.
2 Wodurch man gefallen will, das Mittel, ist das Verhalten.
3 Der Zweck des Verhaltens ist Kommunikation.
4 Kommunikation ist der unternommene Versuch, den Zustand des Anderen zu verändern.
5 Mittel dieser Veränderung ist das Ausführen sozial bedeutsamer Bewegung
6 Die herzustellende Gleichheit ist die zwischen der erwünschten Bewegung des Anderen und seiner tatsächlichen.
7 Wo man nicht angleichen kann, da muss man schweigen.

So weit, so gut. Aber was ist jetzt, wenn die Kommunikation eine über das Ende aller Kommunikation ist? Man also zum Beispiel blogt, dass man online nichts mehr schreiben will, ja zwingend nicht mehr kann, keine Wahl hat, weil man vor dem Browser Angst hat wie gebrannte Mandeln vor dem Feuer? Ist das als Kommunikation nicht völlig ungültig, wegen Binnenwiderspruch? Macht man sich nicht zum Lügenkreter damit und schafft sich selbst ab? Kann man vor lauter Logik blind werden gegen den eigenen Blödsinn?

Von Schnee kann man jedenfalls blind werden. Nicht wenn es bewölkt ist und dichtes Flockengewiesel fällt, Schneeblindheit ist ja die Ultraviolettkatastrophe im Auge, eine Schwarzkörperexplosion aus zuviel Licht. Aber ich bin im eigenschaftslosen Weiss des Schneetreibens trotzdem blind, die Qualitäten der Dinge lösen sich von ihnen ab und verschwinden. Es bleibt ein grellweisses Loch, inhaltslose, wirbelnde Verzweiflung. Im Film Nothing finden sich zwei Freunde mit ihrem Haus in einer nahezu allumfassenden weissen Leere wieder, nachdem sie den Rest der Welt durch intensiven Hass beseitigt haben. So ähnlich fühlt sich Lincoln Park an an diesem Schneetag, eine Insel im Nichts, voller Gespenster abgeschiedener Grössen. Zwei Baumreihen sind zu sehen, die auf einen Punkt hin fliehen, ohne ihn zu erreichen, und ein steinerner Feuerwehrmann auf einem Podest, der sich gegen den Schnee stemmt. Der Rest ist wirbelndes Schweigen.

Nothing endet damit, dass die beiden Hauptdarsteller restlos alles weghassen, ausser ihren Köpfen, die dann zufrieden durch die Leere hüpfen, deren einzige Eigenschaft ist, dass sie weich ist und nachgibt. Aber der Film stellt die Dinge natürlich von den Füssen auf den Kopf. Denn viel einfacher wär es doch, den eigenen Kopf wegzuhassen statt umständlich die ganze Welt. Und zack, aus die Maus. Und so stand ich da im Schneegestöber und dachte: besser wärs gewesen, dieses Ding wär mir im Kopf gewachsen und nicht dem W. Er hätte nicht das Leid, das von aussen nicht vorstellbare, und mein eigenes Leid und die umfassende Verzweiflung, die alles würgend umklammert, die an der Idee der Leichtigkeit hängt wie Blei, wäre zu Ende.

Der Gedanke ist natürlich dumm, so dumm, dass auf seine Dummheit hinzuweisen selbst auch dumm ist, das weiss ich selber, und er wurde ja von der Depression gedacht, und nicht von mir. So verteidigt sich mit kleinen Ärmchen rudernd das Ich. Ganz zu schweigen davon, denn auch das ist mir bewusst, sagt das Ich, dass anderer Leute Elend zur dramatisierenden Folie fürs eigene zu nehmen ein Schachzug des Anti-ES ist, Ausdruck einer psychosomatischen Abstraktdeformation. Sich so herauszureden auf “das war Ich nicht, es war mein Hirn” ist verlockend, aber wer oder was ist denn eigentlich dieses Ich, dass es da nicht gewesen sein will? Dem der Gedanke so peinlich ist, und Anlass zur Wut auf was diffuses Externes? Und würde dieses Ich auch sagen “Ich hab mir nicht den Fuss gebrochen, das war mein Bein”? Ist das nicht vielmehr ein Ausweichen, und die ganze Philosophiererei auch nur Übersprung?

Apropos Ausweichmanöver und Übersprung: die Ansichten Humes zum Ich – das es nicht gebe als Ding der Anschauung – und seine Induktionsargumente – wir können nichts wissen, und genau genommen nicht mal das – gelten ja genauso in der Depression. Denn auch ob eine Situation, eine Interaktion, ein Ausbleiben oder Eintreten gut ist oder schlecht, kann man nicht wissen. Man schwiemelt es sich je zusammen, aufgrund des sonst so gewussten: Esse est perspiri. Dasein ist Schwitzen. Und Perspiration ist eben fehlbar. Und müffelt.

Anders: dem Induktionsproblem geht das Hirn mit einem Grundvertrauen aus dem Weg, einem heuristisch eingeschriebenen “wird schon stimmen”, in dubio pro lege, fürs Naturgesetz. Was gestern war, wird auch morgen noch gelten. Die Grundlage dafür ist, dass diese Faustregel gestern noch half, das ganze Argument also zirkulär, aber das macht ihm nichts. Und ebenso basiert sozialer Austausch auf der Annahme: man nimmt mich ernst, man achtet mich, ich bin was wert auf dem Markt der Personen und Empfindungen. Und wie aus einem grundlegenden Zweifel an der Zukunft die Unfähigkeit folgt, sie zu erreichen – wer weiss, ob beim nächsten Schritt noch fester Boden ist, besser, stehenzubleiben – so ist der, der am Wohlwollen der Welt zweifelt, nicht mehr in der Lage, es zu sehen.

Funktionieren ist Vertrauensvorschuss, ist die Welt auf die leere Leinwand der Wahrnehmung gemalt, oder hier eben ein Haufen Neurojargon auf die schwarze der Existenzverneinung.
Das geglückte Leben eine einzige, lange Übersprungshandlung; ein Kratzen hinterm Ohr mit dem falschen Fuss; Blindheit im Angesicht des strahlenden Nichts.

PS. Wer das mit der Abstraktdeformation erklären kann, ohne zu gugeln, kriegt einen Pangalaktischen Donnergurgler ausgegeben. Oder zwei.
PPS. Ja, das PS aus dem angeblichen Kommunikationsembargo redet mit dem Leser. Schnauze, Leser.


Saturday, September 19th, 2009

inkling of jest

More evidence is accumulating, and so to dispose some of the anxiety of soon having to leave the dear world of tennis, addiction and myths of feral babies, I take some time off the story and its footnoted branches, and instead review some new occurrences of numeral confusion, and a possible explanation, to boot.

In the odd insert of Himself’s fond look back upon his younger years, the event of a sheared off doorknob leads him into his future work in annulation, or at least is presented as a foundation for this future work. The description of the rotation of the circle on a stalk on the hard floor is faultless, and the mathematical discussion of the cycloid that ensues, is quite flawless until this bit of information intrudes: “But since here, on the bedroom’s floor, a circle was rolling around what was itself the circumference of a circle, the cycloid’s standard parametric equations were no longer apposite, those equations’ trigonometric expressions here becoming themselves first-order differential equations.”

So we have a parametric description of the curve a point on a ring will go through as the ring rolls in a straight line. This is the cycloid. And since here a ring is really rolling in a circle itself, being restricted by the attached stalk, something is different. All of this is true. But why would the same parametric equations not be applicable along the circular path of the doorknob? As far as I can see, they would, and Himself telling us this story should be well aware of that.

The second new piece of evidence comes from one of the end notes, where Pemulis briefs Hal on how to obtain derivatives. x to the power of n derives to, he claims, nx+x^(n-1), which is finally absurd enough to turn suspicion into certainty: this is not noise, it is signal. This signal, however, not carrying simple narrative, because once again the person speaking both clearly knows the correct answer and also has no reason to deceive, or to expect a deception to be undetected, derivation of a polynomial being your pretty basic analytical bread and butter for high school kids.

And then, a few notes down, we witness Pemulis say this to a snivelling Possalthwaite: “Todd, trust math. As in Matics. Math E. First order predicate logic. Never fail you. […] The vital statistics of God or equivalent. When all else fails […] You can fall back and regroup around math.” This is followed by some lemma on line integrals that is indeed (and somewhat confusingly) true.

So if math is considered the one unwavering basal truth, yet is bent out of shape almost every time it comes up in the fabric of the novel, along with the laws of optics in the case of the shadows in the desert, which please recall is also a field of expertise of Himself, as is annulation, the weirdly absurd process of waste negating waste, it all seems to point to the fact that James Incandenza maybe found a way to infect everything he touched with some sort of existential rot, eroding the foundations of truth itself, just like any good father will.

Tuesday, September 8th, 2009

ciphers

I hate to bitch. Okay, that’s a lie, I love to bitch, sorry. But at least I can spare you my prefacing this newest bitchfest with the qualifier that the book I’m bitching about is great otherwise. We’ve been over that already, it’s scorched earth. There, spared you. Considerate me.

What is going on with the Wallacester and the math? I’m now about halfway through Infinite Jest (what’s half of infinity? Am I done, then?), and as of yet there is nought in terms of indication that his shortcomings in the land of numbers are a jester’s crown worn for some – however obscure – purpose of Jest, finite or otherwise.

The newest item from DFW’s confoundry: Eschaton’s rules are only touched upon tangentially in the main novel’s text, vague hints at complexities of being hit, influenced by weather and all sorts of other variables, which is fine. But then we are taken into lengthy details in an endnote about how the First Mean Value Theorem of Integration allows Lord to get by without calculating complicated integrals for setting up the game. In some rather unspecified way the initial allocation of resources to players for a game’s new round depends on the average value of some equally underspecified ratio, and so Lord needs to calculate the integrals of this variable over previous game time. Except that apparently he doesn’t, because this magical Theorem allows him to use a shortcut right out of the convolved space of higher math into a paradise of simplicity. Which sounds quite nice. And is quite untrue.

The average value of a variable over an interval of time will be it’s integral over said interval divided by the interval’s length. Now, the First Mean Value Theorem indeed guarantees that the integral comes to the same as the intervals length multiplied with the value of the function at a point within the interval, and so that the average itself is identical to the value of the function at this point within the interval. The logic of this is nicely developed in the lengthy endnote’s lively interchange between Incandenza and Pemulis. But nohow does this integral theorem allow you to infer which point within said interval you’d have to choose, and thus for all practical purposes of setting up tennis socks and buckets of bald nuclear balls, this little piece of abstract mathematical wisdom, rather than being the prized insight allowing young kids to cheat the forces of nature Pemulis wants to sell it to us as, is utterly useless. Plus also, in the sloppy plot nicely labeled Halsadick, the supposed average value doesn’t even look like the actual average value, for crying out loudly in complicated semantic structures.

A bit later we read that computer discs squeeze whole high definition movies into 4.8 MB of binary space, which claimed figure must have been ludicrously and unrealistically low in the B.S. 90s already. Such a disc wouldn’t hold two single uncompressed HD images of finely rendered water (assuming 24 bits of liquid color shades). A typo, one hopes. The DVD was introduced in 1995, by the way.

They still are a puzzle, these oddly shaped holes in the otherwise beautiful fabric of this tome, and I’ll keep on logging them. It amuses me.

Tuesday, September 1st, 2009

unlikely likelihoods

Maybe it’s because I’m cranky today, maybe it is because the represenation, or lack thereof, of mathematics in popular and high culture is a constant annoyance to me. Or maybe it is because it is deeply mystifying to me how someone as learned as David Foster Wallace can screw up so badly with numbers; anywho.

I’ve advanced to page 259 of Infinite Jest now, the book gets better and better, but then this: “a 54 match conclusion [of a 108 match tournament] is extremely unlikely – odds being 1 in 227“. Whoa, hold on. Really?

So Wallace gets the binomial distribution wrong, big deal, you might say – the correct probability for a draw is about 0.0766 or 1 in 13, by the way – but that’s not what irks me. How could a number so wildly implausible sail unchecked past both his and his editor’s critical skills? In a tournament with 108 matches, there is 109 possible outcomes (from team A loses all, to team A wins all). The average probability of each outcome then is 1/109. Now if the two teams are equally matched, a draw is the most likely of all these outcomes, making their average (1/109) a lower limit on the actual probability. For this kind of reasoning you need no binomial, no probability distribution, just a little bit of mathematical common sense. Which, for some odd reason, seems to be a rather rare commodity.

Wednesday, August 19th, 2009

finite complaint

I am reading David Foster Wallace’s Infinite Jest, and I need to complain. If you haven’t read it, and plan to, don’t worry, I won’t spoil it for you. If you hate nitpicking, on the other hand, maybe do worry a bit, because I will pick nits. Three of them.

Overall, the book is fabulous so far (page 100), and I love the combination of low brow comments with language so erudite it often borders on the pretentious. This is a great stylistic game to play, and it is enhanced by esoteric factoids, partly made up, partly accurate. But for it to work it needs to stay on the light side of the pretentiousness boundary, and the author needs to be in control of the pieces of knowledge he’s throwing around. Now lets pick some nits.

Nit the first. In a discussion of the philosophical aspects of tennis, Hal’s father is cited, obliquely, as telling people about how a tennis move affords n responses, and how there then are 2^n responses to that move, soon spiraling into “a Cantorian continuum of infinities”. Now, firstly, the correct formula for this is n^2. Wallace might have done this on purpose – somewhat suggestive is the fact that the date of Cantor’s diagonal argument is given in the endnote as 1905 (Einstein’s two seminal papers came out that year) instead of the actual 1891. This is probably a purposeful mixup put into the mouth of the fictitious narrator to highlight the distant past-ness of it all – but if so, I fail to see the point of giving the wrong formula. On top of that, however, talking about a continuum of infinities is not quite accurate. The number of replies approaches the number of elements in the continuum only for games with countably infinite many moves, and any transfinity beyond that (the actual family of infinities Cantor discovered and Wallace alludes to) is unreachable by any tennis match. Overall, the passage sounds like a bit of finitely hot air to me, unlikely to come out of the mouth of an MIT educated polymath with an actual interest in Cantor.

Nit the second. When we first meet the assassin Marathe on the mountainside, he watches his shadow wander out in the setting sun toward the city of Tucson and, as the sun gets low enough, eventually reach it across the plains. This can not happen. A circular object of 20 cm diameter (a human head, say), has the same angular size as the sun (about half a degree) at a distance of roughly 22 meters (or yards). At distances greater than that, the object can no longer fully block the sun and casts no total shadow, or umbra. Moreover, the darkest point of the penumbra actually cast rapidly loses contrast and definition. At 44 meters, the darkest point will have 75% of the luminance of the surround, at 88 it’s up to close to 94%. A shadow of a human or anything smaller, cast by the sun and reaching out visibly for kilometers, is a physical impossibility.

Nit the third. Again concerning shadows, in that same scene: when the sun finally sets, Marathe sees his shadow return to him up the incline. This would happen with a rising sun, not a setting, and of course he’d have to face west, not east. If the sun were a point, the shadow cast out by a sunset would retain definition across large distances and grow longer and longer until it hits the advancing terminator and fuses with it. It would not shorten back toward the object casting it.

Is it sloppy writing and editing? Or a deliberate ruse to tick off obsessive compulsive physicists like me? It doesn’t really matter, because the book is still great, and these are tiny complaints.

Later Addition: The term Bröckengespenst Wallace uses for his fictional shadow is a) inappropriate, since a Brockengespenst is actually a shadow cast into fog or clouds, and b) has false diacritical marks on the o. This German spelling SNÄFÜ is in tune however with his german character later on calling his students “mein kinder”, which sports the wrong numerus of the possessive. “Meine Kinder” would have been correct. I’m leaning toward the sloppy writing hypothesis.

Tuesday, June 16th, 2009

Dengelspur

Fragmente eines Verrisses des unterirdisch schlechten “Auf der Spur des Engels” von Herbert W. Franke:

“[…] Science Fiction, das Universum, in dem Autoren und Leser sonderbare Welten umkreisen[…] Vier Hefte Perry Rhodan wöchentlich durch das Austragen von Perry Rhodan zu finanzieren: Anfängerdealerfehler […] naiv und reaktionär […] schon heute veraltet […] hier stimmt rein gar nichts […] Romanzen auf Pennälerniveau […]”

Laßwitz-Preis für besten deutschsprachigen Science-Fiction-Roman 2007. Das hätte einem vor dreissig Jahren auch keiner geglaubt.

Saturday, March 15th, 2008

Cormac McCarthy – The Road (1)

Gestern nacht wurden die Möbel vom Strassenrand abgeholt, das schrille Pfeifen des zurücksetzenden Müllwagens hatte mich geweckt, im Halbschlaf lag ich in der Dunkelheit, hörte gedämpftes Gerumpel und Rufe, und fürchtete um mein Leben. Oder vielmehr war es ja schon verwirkt, die Welt eine verkohlte Wüste und die Kannibalen vor dem Fenster, die durch die Trümmer eines Leben wühlten würden sich bald ausrechnen, dass ich hier lag. Unruhiger Schlaf.

Heute Rumpeln in der Wohnung über mir, während zuende lese, woraus der Alptraum geliehen war. Unerschöpflich offenbar die Fragmente Willies, Glasscherben im Hinterhof, die ich zusammenfegte. Nach der letzten Räumetappe, einem Keller voller kaputten Kleinkrams, wurden wir wochenlang von Schaben überrannt, aufgestört aus den Ruinen. Was diese neuerliche Räumung wohl ans Licht bringen wird.

Die letzte Seite, ein Eichhorn auf dem Fensterbrett, vielleicht angelockt vom Geräusch, als ich das Ende kommen sah, sieht mich an und zuckt nervös mit dem Schwanz. Ich biete ihm eine Nuss an, minutenlang ringt es mit seinem Misstrauen, und nimmt sie doch erst, als ich sie ablege und mich einen Meter zurückziehe, in Richtung des Tisches, auf dem es liegt, schwarz wie Asche, rot der Name des Autors, und über mir die Geräusche des Zerfalls.