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Photography



Monday, April 5th, 2010

ostersamstag

What are you doing?
Ich blicke vom Sucher und den auf den Gehweg gefallenen Blütenblättern darin auf. Die Richtung, aus der es fragt, ist nicht auszumachen. Ich suche die Fenster der Häuserfront ab, sehe aber niemanden.
What are you taking a picture of?
Die Stimme ist nicht neugierig oder freundlich, sie ist aggressiv und erbost: ein Hausbesitzer vermutlich, der Angst um die Seele seiner vinylverschalten Schachtel am Hang hat. Where are you, frage ich zurück.
What are you doing? fragt es jetzt erneut, drängender, und dann wird es dem Frager zu bunt, oder vielleicht auch zu schwarzweiss. Eine Gittertür öffnet sich hinter dem Parkplatz und ein drahtiger Mann mit Bierdose in der Hand kommt heraus.
What are you taking a picture of? fragt er jetzt, er schätzt offenbar die Wiederholung. Die Antwort ist ihm egal, kaum hat er sie, stellt er sie auch schon drängend in Frage: why are you taking a picture of that? Stop it. Und fuchtelt mit dem Finger in meinem Gesicht.

Er sucht Streit, droht und posiert. Wäre er ein kleiner Hund, er kläffte jetzt wild. Und weil wir hier in Jersey sind und nicht beim Zuckerschlecken, fliegen in Windeseile die What the fucks und I’ll fuck you ups hin und her; What aus meiner, up aus seiner Richtung.
Erneut öffnet sich die Gittertür und das Haus speit eine dickliche Frau aus. Ignore him, fleht sie uns an, come in, Eddie den drahtigen Desperado.
If I see you again, I’ll fuck you up, zischt Eddie im Abgang erneut, prickelnd, erfrischend, dann hat ihn aber endgültig die Dickliche am Wickel und zieht ihn hauswärts. What if they call the police on you again? schilt sie und die Gittertür schliesst sich.

Dann ist es wieder still in Jersey.

Friday, May 19th, 2006

Esta de Fossard – Monty Mouse (4)

montymouse.jpg This is the story of Monty Mouse, his adventures in the world, and his eventual return to his mother and his home. No need to leaf through the thing, for the cover shows all that’s wrong with this book in a nutshell. To wits: Monty “Mouse” is not a mouse, he’s a stuffed, dead rat, or, more likely, a collection of similar looking, stuffed dead rats. Upon realizing this, the adventurous and quirky photographs instantly turn very tasteless and cruel, not to mention the fact that I feel fooled by the author selling me one mammal for another. Some learning experience. But the worst fault lies with the story itself, for young Monty’s ingenious adventures invariably turn sour, and in the end send him running home for mom with nothing to show for all his inventiveness but a dirty coat. What a rotten message. Look at Monty’s stuffed carcass hanging miserably in what should be the world’s sweetest spot. No doubt he just spoiled his appetite for a nice Brussel sprout dinner, because he is sick from all the cake. That’ll teach him – and it teaches me, too: to run.