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Japan



Saturday, January 12th, 2008

Steven Aldiss – Haiku Humor (1)

haikz.jpg

One umbrella
The person more in love
gets wet

Even the winner
of the argument
has a hard time sleeping

By saying not to worry
he says something
worrisome.

Saturday, June 23rd, 2007

Akutagawa Ryunosuke – Rashomon (2)

rashomon.jpg This collection of short pieces did not leave me quite as astounded and fascinated as did his longer story Kappa, but there still is an undertone of oddness created by the things, notions and emotions that come natural to Ryunosuke’s characters, yet seem strange and strangely upsetting to me. But the general theme that ties together this book, the isolation of the individual and the fragility and subjectivity of social relations and even accounts of reality, both of which at the same time are essential to life and happyness, is much closer to being universal as, I suspect, his criticism of a specifically Japanese society was in “Kappa”.

Thursday, March 15th, 2007

Peter Carey – Wrong About Japan (2)

1400043115.01._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg A cute book about the trip to Japan of a father and son, to meet some of Anime’s legendary figures, and to be shown, time and again, to be fundamentally wrong about Japanese culture. While this book stays on the surface of the issues a lot of the time, and some of the misunderstandings and oddities seem so naive to make me suspect exaggeration for the sake of the books thread, the subject itself is fascinating to me. Having never been to Japan, but being confronted with how utterly strange and alien the culture there is to Westerners, I find myself very unwilling to buy into it. Language books fuzz endlessly about the different politeness levels of Japanese speech, and what a unique concept that is, as though all words and phrases were applicable in all social situations in English. Likewise, many of the unfathomable quirks that are described in books like these seem to be a mix of different historical backgrounds and skewed perception on the side of the visitor, with some deliberate mythbuilding thrown in on the Japanese side, possibly as a means of establishing unity of the nation against foreign influences.

But that’s enough rambling out of me. If my plans to visit Japan this summer work out, I shall write down as much of my preconceptions as I possibly can, and try and chronicle their unfolding over the course of my stay. Maybe it’ll be as amusing as this book to read.

Thursday, March 15th, 2007

Osamu Tezuka – Ode to Kirihito (1)

book_kirihitoimage.gif About two thirds of the way through this magnificent medical thriller, I suddenly realized that the gripping storyline had made me turn the pages way too fast, glossing over much of the amazing artwork and visual detail. I then stopped for close scrutiny of one particularly rich panel – which in act had caused my realization in the first place – but soon returned to flipping the pages as fast as I could read the text. I’ll have to reread it, I suppose. Bummer.

Friday, October 20th, 2006

Buddhismus

Es fing damit an, dass beim Fest eines japanischen Shinto-Tempels bei uns um die Ecke nicht nur grosse Mengen Fisch auf Pappschalen oder Reisballen gepackt und verzehrt, sondern auch in blaues Wasser gesetzt und verlost wurden. Das ist ein verbreitetes und billiges Mittel, auf Festen Kinder zu bestechen, und einerseits in manchen Ländern aus Tierschutzgründen verboten, andererseits Anlass für Aquarienfachhandler aufmerksam die Rückenflossen aufzustellen und von hier nach da zu huschen: ein Goldfisch für zwei Dollar bedeutet ein Aquarium und Ausstattung für zwischen dreissig und hundert.

Die zwei Goldfische, die wir abbekommen, sind unter denen, die am Ende des langen Tages niemand haben mochte. Wir haben uns mit ausgezeichnetem Sake einen trunkenen Taumel erworben, und obwohl ich die Tüten misstrauisch beäuge, als ich von unserer neuen Verantwortung erfahre, wanken die Fische mit uns nach Hause. Fische können nämlich selbst nüchtern nicht richtig gradeaus laufen. Hätten Sie das gewusst?

Monday, October 16th, 2006

Nihon für Ao

Der Ellbogen des Schiedsrichters, vor dem Unterleib angewinkelt, verrät schon das Kommende, dann eine ausholende Bewegung des linken Arms, die in der Waagerechten endet: Nihon für Ao. Die Plastikkarte ist griffig, aber die rückseitig darauf gedruckte blaue Drei, die mir den Stand auf der anderen Seite anzeigt, ist völlig glatt, und es dauert etliche Sekundenbruchteile, bis ich die beiden Karten greifen und umlegen kann. Die Aufmerksamkeit, die das Greifen des Glatten erforderte, zerstreut sich, und ich bemerke allgemeine Aufregung: im Moment des Umlegens hat auch der Schiedsrichter sich umgelegt, die zwei Punkte wurden der anderen Seite zugesprochen, und während ich mit der rechten Hand auf das gebellte Hajime mit dem Drücken der Stoppuhr reagiere, suchen die Finger der Linken die beiden Karten auf der Vorderseite, und holen sie zurück ins Nest, sie rotieren noch auf den Spiraldrähten, da – Yame! – stoppt die Uhr wieder. Erneut Nihon für Ao, diese abermalige Umkehrung kommt meinen Fingern unplausibel vor, und sie sträuben sich einen Moment, ehe sie sich fügen. Need to add two points, insistiert der japanische Turnierleiter, he did, antwortet die Russin. Two points for blue, drängt der Japaner hartnäckig, he already did insistiert die Russin nicht weniger. Ich, Yame, Uhrstopp, Handzeichen, habe keine Zeit, eine Meinung dazu zu haben.

Friday, September 15th, 2006

Naihanchi

Naihanchi

Die Hände vor der Hüfte sanft gebunden,
Die Füsse parallel ruhn Seit an Seit,
Dann heben sich die Arme, nicht zu weit,
Und haben sich umkreisend neu gefunden.

Die leere Fläche kehrt sich, die erst aussen lag,
Und suchend schweift ein wacher Blick umher,
Sekundenlang bewegt sich gar nichts mehr,
Und schliesslich wie ein Blitz ein Schlag,

Ein Greifen nach dem Feindeshaupte,
Das auf den Knochen hin, der nun im Kreise schnellt,
Sich zubewegt; ihn trifft; ein Gegner fällt,
Und der, der gegenüber sich im Vorteil glaubte,

Sieht sich blockiert, verdrängt, gefasst,
In einer Querbewegung wird er vorgeschoben,
halb täuscht die Finte einen Schlag nach oben
an, und schon bekommt er ihn verpasst.

Die Arme schützen nun, doch ungebeten,
naht abermals Gefahr: bedroht den Fuss,
der weichend eilig aufwärts streben muss,
um unvermindert hart herabzutreten.

Der Kopf eilt dann sofort zur raschen Wende,
erneut bedroht ein Tritt das eigne Knie,
Das Füsschen schnellt empor und tritt das Vieh,
Ein Doppelschlag.setzt dann dem Kampf ein Ende.

Zuletzt, damit die Haltung nicht erweiche,
geschieht in umgekehrter Richtung dann das Gleiche.

Thursday, June 15th, 2006

Chan / Park / Miike – Saam Gaang Yi (2)

ThreeExtremesPoster.jpg The odd and interesting concept of combining three short disturbing cinematic visions from Korea, Hong Kong and Japan into a single feature film pays off mostly because of the contrast between the three directors’ very distinctive approaches to scaring or shocking the audience. Where Chan uses colourful unscrupulous hedonism to post a moral warning, Park delves almost sadistically in his usual subject of revenge, guilt and the impact of violence and Miike creates a rigid, melancholy and inescapable atmosphere of enormous and unresolvable guilt. I’m not sure any of the three stories would have worked as standalone works, but seen together they seem to take on a deeper meaning and complement one another.

Friday, June 2nd, 2006

Wong Kar Wai – 2046 (4)

2046.jpg Oh boy, where do I start? It was sombering to see that the concept that so beautifully worked in In the Mood for Love could fall so flat. While this loose sequel explores similar themes, none of the characters got me the least bit interested, the plot was see-through-thin both in terms of what happened and the emotional content, and the pretentiousness of it all just unbearable. Had I seen this in a theater, it would have been one of the rare occasions for me to walk out (though the cinematography, admittedly lost on a TV, might possibly have kept me). At home I sat through it, and I’m glad I did, for the last half hour picked up a bit. But not remotely enough to make this worthwhile. Stay clear.

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Wednesday, May 31st, 2006

Ein Groschen fällt, fünf nicht

Sie steht nahe dem Ausgang, in einem bodenlangen roten Kleid, in der einen Hand die Handtasche, in der anderen eine Tageszeitung, und blickt wortlos und fragend zur Kassentheke hin, wo der Angestellte sich verlegen windet. Das ist, sagt er, nicht die Zeitung von heute, und deutet auf die Zeitung, es ist die von gestern. Sie hebt sie einige Zentimeter in die Luft und macht ein kleines Triumphgeräusch, aber, fährt er fort, dennoch sei sie leider nicht kostenlos, sondern müsse verkauft werden. Fast entschuldigend sagt er das. Sie wendet die Zeitung um, blickt auf die Titelseite, Alt! ruft sie leise, ja, sagt er, trotzdem. Fünfzig Cent. Cent? fragt sie. Er nickt nur noch schwach, es ist ihm nicht recht, die Kundin zu enttäuschen.
Einige Sekunden steht sie da, studiert mit gerunzelter Stirn die Zeitung in ihrer Hand, dann schüttelt sie den Kopf, beugt sich tief hinab zum Bodenregal und legt sie zu den anderen chinesischen Tageszeitungen.